22.11 Was heißt bei dualen Studiengängen „systematische inhaltliche Verzahnung der Lernorte Hochschule und Betrieb“?
„Inhaltliche Verzahnung“ der Lernorte Hochschule und Betrieb heißt, dass die Vermittlung der im Studiengang angestrebten Qualifikationsziele in Form eines reziproken Theorie-Praxis-Transfers auch am Lernort Betrieb stattfindet. Die inhaltliche Verzahnung der Lernorte als zentrales Charakteristikum des Profilmerkmals „dual“ muss somit zwangsläufig im Studiengang selbst angelegt sein. Eine studienbegleitende Tätigkeit in einem zum Studium inhaltlich affinen Bereich ist zur Begründung des Profilmerkmals „dual“ allein nicht ausreichend.
„Systematisch“ meint, dass die inhaltliche Verzahnung der Lernorte Hochschule und Betrieb über den Studienverlauf mit einer gewissen Kontinuität stattfindet. Punktuelle Berührungspunkte zwischen Studium und Berufspraxis bspw. in Form des in vielen Bachelorstudiengängen an Hochschulen für angewandte Wissenschaften vorgesehenen Praxissemesters und / oder einer betrieblichen Bachelorarbeit sind für die Begründung des Profilmerkmals allein „dual“ nicht ausreichend.
Die systematische inhaltliche Verzahnung der Lernorte Hochschule und Betrieb muss anhand der Studiengangsunterlagen (Studien- und Prüfungsordnung, Modulhandbuch, Kooperationsverträge) nachvollziehbar sein.
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