FAQ - Frequently Asked Questions

Vorbemerkung: Den Akkreditierungsrat bzw. seine Geschäftsstelle erreichen z.Z. zahlreiche Fragen zur Umstellung auf die neue Rechtsgrundlage der Akkreditierung ab dem 01.01.2018. Die folgenden FAQs sollen Antworten auf häufig gestellte Fragen geben, die sich aus der Auslegung des Studienakkreditierungsstaatsvertrags (StAkkrStV) und der Musterrechtsverordnung (MRVO) ergeben. Die FAQs werden laufend ergänzt. Auch sind Änderungen an bereits veröffentlichten FAQs denkbar, die entsprechend gekennzeichnet werden.

 

FAQ 01: Zeitpunkt der Antragstellung

FAQ 02: Akkreditiertes QM-System und Musterrechtsverordnung (MRVO)

FAQ 03: Veröffentlichung von Akkreditierungsberichten

FAQ 04: Verlängerung/Angleichung von Akkreditierungsfristen

FAQ 05: Fristverlängerung für Akkreditierungen nach altem Recht

FAQ 06: Geltung bisherigen und neuen Rechts; Weitergeltung von Beschlüssen, Handreichungen und Rundschreiben des Akkreditierungsrates

FAQ 07: Regeln für Joint-Degree-Programme und Studiengänge, die zu Doppel- oder Mehrfachabschlüssen führen

 

 

FAQ 01: Zeitpunkt der Antragstellung

Schlagworte

Antragstellung, Fristen, vorläufige Akkreditierung

Datum

03/2018

Bezüge zu StAkkrStV,
MRVO und Berichtsraster

§ 26 Abs. 2 MRVO

1.1 Wann muss ich den Antrag auf Reakkreditierung eines Studiengangs beim Akkreditierungsrat stellen, damit keine Akkreditierungslücke entsteht?

Am besten wird der Antrag so rechtzeitig eingereicht, dass die Entscheidung des Akkreditierungsrates vor Ablauf der Akkreditierungsfrist erfolgen kann. Allerdings reicht es zur Vermeidung einer Akkreditierungslücke aus, den Antrag vor Ablauf der Akkreditierungsfrist zu stellen. Bei positivem Entscheid des Akkreditierungsrates wird die Akkreditierung rückwirkend ausgesprochen. Die Antragstellung wird in der künftig vom Akkreditierungsrat organisierten Datenbank akkreditierter Studiengänge vermerkt und mit dem Hinweis versehen, dass die Akkreditierung im Erfolgsfall rückwirkend gilt. Auf diese Weise werden in der Außendarstellung Missverständnisse zum Akkreditierungsstatus von Studiengängen vermieden. Einige praktische Beispiele und Beschreibungen:

  • Die meisten Programmakkreditierungen laufen zum 30.09. eines Jahres aus. Das bedeutet, dass eine Hochschule die Reakkreditierung so organisieren muss, dass zu diesem Zeitpunkt der Akkreditierungsbericht (Prüfbericht und Gutachten) gemäß Musterrechtsverordnung vorliegt. Denn die Vorlage des Akkreditierungsberichtes ist unabdingbarer Bestandteil des Antrags auf Akkreditierung; er kann nicht nachgereicht werden.
  • Verwiesen wird auf die Begründung zu § 26 der Musterrechtsverordnung, wonach „bei rechtzeitiger Beauftragung einer Agentur kein Bedarf für eine Ausnahmeregelung mehr besteht. Darüber hinaus dürfte die Einhaltung von Fristen im Rahmen von Qualitätssicherungsmaßnahmen zumutbar sein.“
  • Wann der Ortsbesuch stattfindet, klären Sie bitte mit der von Ihnen gewählten Agentur. Seitens der Länder oder des Akkreditierungsrates gibt es keine diesbezüglichen Vorgaben für die Abläufe zwischen Hochschule und Agentur.
  • „Vorläufige Akkreditierungen“ existieren in der neuen Rechtsgrundlage nicht mehr; die Ziffer 3.3.1 aus den für Verträge bis zum 31.12.2017 geltenden „Regeln des Akkreditierungsrates für die Akkreditierung von Studiengängen und für die Systemakkreditierung“ hat keine Entsprechung in Staatsvertrag und Musterrechtsverordnung mehr.
  • Das bedeutet: Läuft die Akkreditierung eines Studiengangs zum 30.09. eines Jahres aus und wird der Antrag auf Reakkreditierung erst an diesem Tag oder kurz vorher gestellt, ist der Studiengang temporär nicht mehr akkreditiert, aber dies wird durch die positive Entscheidung des Akkreditierungsrates „geheilt“.
  • Es ist nach jetziger Prognose davon auszugehen, dass der Akkreditierungsrat seine Entscheidung über Anträge, die am oder kurz vor dem 30.09. gestellt werden, im Lauf des Wintersemesters treffen wird.
  • Für Absolventinnen und Absolventen ist wichtig, dass sie ihren Abschluss in einem Semester erlangt haben, in dem der Studiengang akkreditiert war. Schließen sie, um im o.g. Beispiel zu bleiben, im Sommersemester vor Auslaufen der Akkreditierungsfrist ab, so war der Studiengang ohnehin akkreditiert. Schließen sie im Wintersemester ab, werden die Zeugnisse, Urkunden und weiteren Studienabschlussdokumente zumeist erst gegen Semesterende ausgestellt. Bis dahin sollte die Entscheidung des Akkreditierungsrates in der Regel vorliegen, so dass der positive Akkreditierungsstatus entsprechend verzeichnet werden kann. Andernfalls wären die Absolventinnen und Absolventen im Nachgang zu informieren.

 

1.2 Wann muss der Antrag auf Erstakkreditierung eines Studiengangs beim Akkreditierungsrat gestellt werden?

Anders als bei Reakkreditierungen können die Entscheidungen über Erstakkreditierungen nicht rückwirkend getroffen werden. Daher gilt: Falls die Hochschule unter Zeitdruck steht, sollte die Antragstellung bei Erstakkreditierungen rechtzeitig vor der angestrebten Akkreditierungsratssitzung erfolgen.


Das bedeutet: Bei einer Antragstellung

  • bis 8 Wochen vor der Sitzung: Der Antrag wird behandelt.
  • bis 4 Wochen vor der Sitzung: Es wird nicht mehr gewährleistet, dass der Antrag auf der Sitzung behandelt wird.
  • bis 2 Wochen vor der Sitzung: Eine Entscheidung auf der kommenden Sitzung ist nicht zu erwarten.
  • 0 bis 2 Wochen vor der Sitzung: Eine Behandlung ist ausgeschlossen.

Anträge auf Erstakkreditierung werden im Akkreditierungsrat prioritär behandelt.


Die kommenden Sitzungen des Akkreditierungsrates finden Sie hier.

 

 

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FAQ 02: Akkreditiertes QM-System und Musterrechtsverordnung (MRVO)

Schlagworte

Systemakkreditierung, Gültigkeit MRVO, Kriterien QM-System, Übergangsregelung

Datum

03/2018, geändert 06/2018

Bezüge zu StAkkrStV, MRVO
und Berichtsraster

2.1 Bis wann muss ein nach altem Recht* akkreditiertes QM-System die Kriterien der Musterrechtsverordnung (MRVO) bzw. der entsprechenden Länderverordnung spätestens umgesetzt haben?

*Ausschlaggebend für eine Akkreditierung nach altem Recht ist der Zeitpunkt des Vertragsschlusses zwischen Hochschule und Agentur für das Begutachtungsverfahren.

Nach Ziff. 6.2 der „Regeln für die Akkreditierung von Studiengängen und für die Systemakkreditierung“ (Beschluss des Akkreditierungsrates in der Fassung vom 20.02.2013) ist die Einhaltung der jeweils geltenden gesetzlichen Vorgaben verpflichtend. Damit hat die Hochschule, mittels ihres internen Qualitätsmanagementsystems, grundsätzlich allein die in der MRVO enthaltenen formalen und fachlich-inhaltlichen Kriterien für Studiengänge zu beachten.

Dass etwaige Umstellungen eine gewisse Zeit benötigen, liegt auf der Hand; jede systemakkreditierte Hochschule sollte unmittelbar nach Erlass neuer Regeln die Auswirkungen auf das interne QM-System prüfen und bei Änderungsbedarf die Umsetzung mit einem Zeitplan auf den Weg bringen. In der jeweils folgenden Systemakkreditierung sollte besprochen werden, ob sich das QM-System als hinreichend adaptiv für neue Rahmenbedingungen erwiesen hat.

Die in § 17 und § 18 MRVO normierten Kriterien für interne Qualitätsmanagementsysteme sind dagegen erst mit der nächsten Systemreakkreditierung zu beachten.

 

Siehe zu dieser Frage auch FAQ 6.2.

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FAQ 03: Veröffentlichung von Akkreditierungsberichten

Schlagworte

Veröffentlichung, Veröffentlichungspflicht, Akkreditierungsbericht, Gutachten, Datenbank, Systemakkreditierung, Programmakkreditierung

Datum

03/2018

Bezüge zu StAkkrStV,
MRVO und Berichtsraster

§ 29 MRVO, Art. 3 Abs. 6 StAkkrStV

3.1 Müssen auch systemakkreditierte Hochschulen Akkreditierungsberichte zu den intern akkreditierten Studiengängen veröffentlichen? Und wenn ja: Sind die Hochschulen bei der Gliederung ihrer Berichte an das Raster des Akkreditierungsrates gebunden?

Grundsätzlich gilt die Veröffentlichungspflicht - also Pflicht zur Veröffentlichung der Akkreditierungsentscheidung und des Akkreditierungsberichts - sowohl für Studiengänge, die im Rahmen der Programmakkreditierung begutachtet werden, als auch für Studiengänge, die im Rahmen der hochschulinternen Akkreditierungsverfahren akkreditiert worden sind.

Die Berichte der systemakkreditierten Hochschulen müssen sich nach jetzigem Stand aber nicht zwangsläufig vollständig an dem vom Akkreditierungsrat vorgegebenen Berichtsraster für die Programmakkreditierung orientieren. Mit Blick auf die unterschiedliche Ausgestaltung ihrer QM-Systeme können die systemakkreditierten Hochschulen über eine angemessene Berichtsform entscheiden.

Alle Akkreditierungsentscheidungen und Berichte müssen in der Datenbank der Stiftung Akkreditierungsrat veröffentlicht werden.

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FAQ 04: Verlängerung/Angleichung von Akkreditierungsfristen

Schlagworte

Fristverlängerung, Geltung Zeitraum der Akkreditierung, Antrag auf Verlängerung der Akkreditierung, Bündelakkreditierung, Systemakkreditierung, auslaufender Studiengang, Fristanpassung

Datum

03/2018

Bezüge zu StAkkrStV, MRVO und Berichtsraster

§ 26 MRVO Abs. 3

4.1 In welchen Fällen kann der Geltungszeitraum der Akkreditierung von Studiengängen verlängert werden und welche Möglichkeiten sieht die Musterrechtsverordnung in dieser Hinsicht vor?

Gemäß der Musterrechtsverordnung gibt es grundsätzlich drei Möglichkeiten zur Verlängerung der Akkreditierung von Studiengängen.

 

Verlängerung der Akkreditierungsfrist für auslaufende Studiengänge (§ 26 Abs. 3 Satz 1)
Zur Akkreditierungsfrist von Studiengängen, die nicht mehr weitergeführt werden, enthält die Musterrechtsverordnung die Möglichkeit, diese für bei Ablauf der Akkreditierungsfrist noch eingeschriebenen Studierende zu verlängern. Voraussetzung ist der Nachweis der Hochschule, dass der Studiengang keine wesentlichen Änderungen aufweist und die erforderlichen personellen und sächlichen Mittel nachhaltig vorgehalten werden.


Verlängerung der Akkreditierungsfrist im Zuge des Begutachtungsverfahrens bei einer Agentur (§ 26 Abs. 3 Satz 2)
Die Musterrechtsverordnung enthält eine weitere Möglichkeit der Verlängerung der Akkreditierungsfristen von Studiengängen mit dem Ziel, den Hochschulen genug Zeit für die Umstellung auf die Systemakkreditierung und für die Bewertung der Studiengänge durch das interne QM-System zu geben, oder auch, für die geplante Bündelakkreditierung einheitliche Akkreditierungsfristen zu ermöglichen. Die Hochschule ist somit berechtigt, zu dem Zeitpunkt der Vorbereitung auf eine Bündel- oder Systemakkreditierung einen entsprechenden Antrag beim Akkreditierungsrat einzureichen.

Verlängerung der Akkreditierungsfrist im Zuge des Verwaltungsverfahrens bei dem Akkreditierungsrat (§ 26 Abs. 3 Satz 3)
Die Option der Fristverlängerung im Rahmen eines Verwaltungsverfahrens bei dem Akkreditierungsrat wurde zusätzlich dafür geschaffen, die Studiengänge, deren Akkreditierungsfrist später ausläuft, bis zum Abschluss des Verfahrens vorläufig zu verlängern, um sämtliche Akkreditierungslücken zu vermeiden. Auf die Begründung zu § 26 Abs. 3 Satz 3 der MRVO wird verwiesen.

 

4.2 Welche Unterlagen sind für Verlängerungsanträge der Akkreditierung von Studiengängen erforderlich?

a) Auslaufender Studiengang & Bündelakkreditierung: Eine schriftliche Begründung mit Angaben zu sämtlichen zu verlängernden Studiengängen bzw. im Zuge der Bündelakkreditierung Angaben zu sämtlichen in das Bündel aufzunehmenden Studiengängen (Studiengangsname, Abschluss, bestehende Akkreditierungsfrist).

b) Systemakkreditierung: Bei der Vorbereitung auf eine Systemakkreditierung sind dem Akkreditierungsrat folgende Unterlagen vorzulegen: 

  •  Vertrag mit einer zugelassenen Agentur;
  •  Formloser Antrag mit Angaben von den zu verlängernden Studiengängen sowie
  • ein Plan für hochschulinterne Akkreditierungen im Rahmen des eingerichteten Qualitätssicherungssystems.

4.3 Wer stellt den Antrag auf Verlängerung der Akkreditierung und auf welche Weise?

  • Anträge auf Änderung von Akkreditierungsfristen für Studiengänge können grundsätzlich nur von Hochschulen gestellt werden und bedürfen einer Begründung.
  • Sämtliche Anträge auf Fristverlängerung sind elektronisch per E-Mail (akr[at]akkreditierungsrat.de) einzureichen. „Sobald der Akkreditierungsrat ein elektronisches Datenverarbeitungssystem zur Verfügung stellt, ist dieses zu nutzen “ (§ 23 Abs. 3 MRVO).

4.4. Welche weiteren Anforderungen gibt es?

  • Eine Begründung für eine Fristverlängerung um zwei Jahre liegt in der Regel im unterschiedlichen Fristenlauf für Studiengänge innerhalb eines Bündels. Laufen die Akkreditierungen von sämtlichen Studiengängen in einem Bündel gleichzeitig aus, ist die Hochschule dafür zuständig, vor Ablauf des Geltungszeitraums der Akkreditierung eine unmittelbar anschließende (Re)Akkreditierung einzuleiten (vgl. § 26 Absatz 2 MRVO).
  • Die Anzahl der Studiengänge, deren Akkreditierungsfrist verlängert werden soll, soll in einem sinnvollen Verhältnis zu der Anzahl derjenigen Studiengänge stehen, deren Akkreditierungsfrist maßgeblich für die neu festzusetzende Akkreditierungsfrist ist. Das bedeutet in der Regel: „Anpassung der Minderheit an die Mehrheit“.
  • In der bei dem Akkreditierungsrat eingereichten Begründung ist klarzustellen, wann mit dem Begutachtungsverfahren und folglich mit dem Akkreditierungsantrag zu rechnen ist.

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FAQ 05: Fristverlängerung für Akkreditierungen nach altem Recht

Schlagworte

Fristverlängerung, Geltungszeitraum der Akkreditierung, Antrag auf Verlängerung der Akkreditierung, Agentur

Datum

06/2018

Bezüge zu StAkkrStV,
MRVO und Berichtsraster

§ 26 MRVO Abs. 2

5.1 Die Akkreditierungsfrist eines Studiengangs läuft zum 31.08./30.09.2019 aus. Allerdings kann das Begutachtungsverfahren nach neuem Recht bei einer Agentur nicht rechtzeitig vor Ablauf der Akkreditierungsfrist abgeschlossen werden. Gibt es in diesem Fall eine Möglichkeit, den Geltungszeitraum der Akkreditierung zu verlängern?

 

Der Vorstand der Stiftung hat hierzu am 06.06.2018 einen Beschluss gefasst, der im Folgenden vollständig wiedergegeben wird:

 

Den Akkreditierungsrat erreichen derzeit verstärkt Hinweise, dass Programmakkreditierungen nach neuem Recht nicht mehr rechtzeitig vor Ende der Akkreditierungsfrist abgeschlossen werden können.


Dies ist durch zwei Gründe bedingt: Zum einen ist die Möglichkeit für die Agenturen, eine vorläufige Akkreditierung für Studiengänge gemäß 3.3.1 der „Regeln für die Akkreditierung von Studiengängen und für die Systemakkreditierung“ i.d.F. vom 20.02.2013 auszusprechen, im aktuellen Regelwerk nicht mehr enthalten. In der neuen Rechtsgrundlage heißt es, dass die Hochschulen dafür zuständig sind, vor Ablauf des Geltungszeitraums der Akkreditierung eine unmittelbar anschließende Reakkreditierung einzuleiten (§ 26 Abs. 2 Satz 2).


Zum anderen etablieren sich die Verfahrensabläufe für Reakkreditierungen nach neuem Recht erst allmählich. Unter anderem kommt es durch die sogenannte „Mängelbeseitigungsschleife“ bei den Agenturen, durch die die vom Akkreditierungsrat auszusprechenden Auflagen reduziert werden sollen, zu veränderten Arbeitsabläufen.


Aktuell besteht daher vielerorts die Sorge, Reakkreditierungen von Studiengängen, deren Akkreditierung zum 31.08./30.09.2019 ausläuft, nicht mehr rechtzeitig abschließen zu können.


Mit einem Rundschreiben vom 30.01.2018 hat der Vorsitzende der Stiftung die Agenturen bereits über Fristverlängerungsoptionen nach neuer und bisheriger Rechtslage informiert. Demgemäß ist als Ausnahmefall vorgesehen, eine Verlängerung der Akkreditierungsfrist auf Antrag einer Agentur nach altem Recht auszusprechen. Davon kann eine Hochschule z.B. Gebrauch machen, wenn sie in der Erwartung der Weitergeltung der Ziff. 3.3.1. im alten Recht auf das Inkrafttreten der neuen Rechtsgrundlage gewartet hat und dadurch nicht mehr in der Lage ist, ein Reakkreditierungsverfahren rechtzeitig vor Auslaufen der Akkreditierungsfrist abzuschließen. Diese Möglichkeit war zunächst für Akkreditierungen intendiert, die im Jahr 2018 auslaufen.
 
Um allerdings sämtliche Akkreditierungslücken in der Übergangsphase zum neuen Recht zu vermeiden, beschließt der Vorstand, diese Verlängerungsoption nach altem Recht auch für Studiengänge, deren Akkreditierungsfristen zum 31.08/30.09.2019 auslaufen, zu eröffnen. Eine solche Verlängerung kann in der Regel um ein Semester bzw. um maximal ein Jahr ausgesprochen werden.

 

Der Antrag ist in bekannter Weise über die zuständige Agentur zu stellen. Aus ihm sollte hervorgehen, aus welchen Gründen eine Akkreditierung nicht rechtzeitig innerhalb der ursprünglichen Frist erfolgen kann. Wird eine Verlängerung um ein Jahr (statt um ein Semester) beantragt, ist die Notwendigkeit besonders darzulegen.

 

Den Beschluss finden Sie hier als PDF.

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FAQ 06: Geltung bisherigen und neuen Rechts, Weitergeltung von Beschlüssen, Handreichungen und Rundschreiben des Akkreditierungsrates

Schlagworte

Übergangsregelungen; Geltung alten und neuen Rechts

Datum

06/2018

Bezüge zu StAkkrStV,
MRVO und Berichtsraster

Art. 16 StAkkrStV
Begründung zu § 37 MRVO

6.1 Welche Regelungen gelten für Programmakkreditierungsverfahren mit Vertragsschluss bis einschließlich dem 31.12.2017 und für abgeschlossene Programmakkreditierungen, die auf solchen Altverträgen beruhen?

Für solche Verfahren bzw. abgeschlossenen Programmakkreditierungen gilt das bisherige Recht fort. Beschlüsse des Akkreditierungsrates insbesondere zu den Kriterien und Verfahrensregeln, die bis einschließlich dem 31.12.2017 gefasst wurden, finden auf solche Altverfahren Anwendung. Handreichungen und Rundschreiben zum bisherigen Recht dienen für solche Verfahren weiterhin als Auslegungshilfe.

 

6.2 Welche Regelungen gelten für Systemakkreditierungsverfahren mit Vertragsschluss bis einschließlich dem 31.12.2017 und für abgeschlossene Systemakkreditierungen, die auf solchen Altverträgen beruhen?

Für solche Systemakkreditierungen bzw. Systemakkreditierungsverfahren ist nach Ziff. 6.2 der „Regeln für die Akkreditierung von Studiengängen und für die Systemakkreditierung“ (Beschluss des Akkreditierungsrates in der Fassung vom 20.02.2013) die Einhaltung der jeweils geltenden gesetzlichen Vorgaben verpflichtend. Damit hat die Hochschule, mittels ihres internen Qualitätsmanagementsystems, grundsätzlich allein die in der MRVO enthaltenen formalen und fachlich-inhaltlichen Kriterien für Studiengänge zu beachten. Dass etwaige Umstellungen eine gewisse Zeit benötigen, liegt auf der Hand; jede systemakkreditierte Hochschule sollte unmittelbar nach Erlass neuer Regeln die Auswirkungen auf das interne QM-System prüfen und bei Änderungsbedarf die Umsetzung mit einem Zeitplan auf den Weg bringen. In der jeweils folgenden Systemakkreditierung sollte besprochen werden, ob sich das QM-System als hinreichend adaptiv für neue Rahmenbedingungen erwiesen hat.

Die vom Akkreditierungsrat nach altem Recht verabschiedeten Kriterien für Studiengänge und die zu diesen Kriterien erlassenen Auslegungsbeschlüsse, Handreichungen und Rundschreiben sind also grundsätzlich nicht mehr zu beachten, es sei denn der Akkreditierungsrat übernimmt diese in das neue Recht und veröffentlicht dazu gesonderte FAQs (siehe dazu auch FAQ Nr. 6.3).

Die in Teil 4 der MRVO enthaltenen Verfahrensregeln und in § 17 und § 18 MRVO normierten Kriterien für interne Qualitätsmanagementsysteme selbst sind in solchen Altfällen nicht zu berücksichtigen. Diesbezüglich gelten die bisherigen Beschlüsse, Handreichungen und Rundschreiben des Akkreditierungsrates fort.

 

Siehe dazu auch FAQ 2.1.

6.3 Welche Regelungen gelten für Verträge zu Programm- und Systemakkreditierungen, die ab dem 01.01.2018 geschlossen wurden bzw. werden?

Für solche Programm- und Systemakkreditierungsverfahren gilt umfassend das neue Recht, das heißt die Regelungen des StAkkrStV und der MRVO bzw. der entsprechenden Verordnungen der Länder. Dies folgt aus Art. 16 StAkkrStV sowie der Begründung zu § 37 der MRVO. Damit gelten die bisherigen Auslegungsbeschlüsse, Handreichungen und Rundschreiben des Akkreditierungsrates nicht mehr.
Der Akkreditierungsrat wird allerdings prüfen, ob und gegebenenfalls welche Inhalte der Beschlüsse, Rundschreiben und Handreichungen in das neue System übertragbar sind, also auch für Neuverfahren Anwendung finden können, und diese dann gegebenenfalls als gesonderte FAQs veröffentlichen.

Siehe zur Geltung bisherigen und neuen Rechts in der Programmakkreditierung auch das vom Vorsitzenden des Akkreditierungsrates verfasste Rundschreiben.

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FAQ 07: Regeln für Joint-Degree-Programme und Studiengänge, die zu Doppel- oder Mehrfachabschlüssen führen

Schlagworte

European Approach; Joint Degree Programme; Joint Programmes, Doppelabschlüsse, Mehrfachabschlüsse

Datum

06/2018, geändert 07/2018

Bezüge

§ 10, § 16, § 33 MRVO

 

7.1 Regeln nach neuem Recht für die Programmakkreditierung von Joint-Degree-Programmen

Für Joint-Degree-Programme (siehe zur Definition Frage 7.3) ermöglicht die MRVO die Anwendung des European Approach for Quality Assurance of Joint Programmes (European Approach), siehe dazu Frage 7.2.
Der European Approach ermöglicht, dass der Akkreditierungsrat anstelle einer herkömmlichen Programmakkreditierung eines Joint-Degree-Programms die Bewertung durch eine ausländische, im EQAR gelistete Agentur anerkennt; siehe im Detail § 33 MRVO.


Einzelheiten zur Anwendung des European Approach durch deutsche Hochschulen sind in den §§ 10, 16 und 33 der MRVO geregelt und in der Begründung der MRVO erläutert. Mit den genannten Paragraphen wird der European Approach in deutsches Recht umgesetzt; der European Approach selbst wird aus rechtlichen Gründen nur in der Begründung der MRVO genannt.

 

7.2 Was regelt der „European Approach for Quality Assurance of Joint Programmes“?

Der „European Approach for Quality Assurance of Joint Programmes“ (European Approach, auf Deutsch „Europäischer Ansatz zur Qualitätssicherung von Joint Programmes“) wurde von den Wissenschaftsministern des Europäischen Hochschulraums im Mai 2015 unterzeichnet; siehe hier. Er sieht für Joint Programmes die Möglichkeit der Anerkennung der Bewertungen ausländischer Qualitätssicherungsagenturen vor, vorausgesetzt

  • diese sind im europäischen Agenturenregister EQAR gelistet,
  • die Begutachtung erfolgt nach den im European Approach normierten, an den Standards and Guidelines for Quality Assurance in the European Higher Education Area (ESG) orien-tierten Akkreditierungskriterien und
  • die Agentur wendet die im European Approach niedergelegten besonderen, auf Joint Programmes passenden Verfahrensregeln an.

Joint Programmes im Sinne des European Approach verstehen sich als integriertes Curriculum, das gemeinsam von verschiedenen Hochschulen aus EHEA-Ländern koordiniert und angeboten wird und zu Doppel-/Mehrfach-Abschlüssen oder. einem gemeinsamen Abschluss führt.
Zu beachten ist, dass es sich bei dem European Approach nicht um EU-Recht bzw. um unmittelbar in Deutschland geltendes Recht handelt. Damit gilt er nur, insoweit er in die nationalen Rechtsordnungen übernommen wird (siehe dazu auch Frage 7.4).

 

7.3 Was ist ein „Joint-Degree-Programm“?

Joint-Degree-Programme sind nach § 10 Abs. 1 MRVO Studiengänge, die zu gemeinsamen Abschlüssen führen. Zudem müssen sie die in § 10 Abs. 1 der Verordnung genannten weiteren Merkmale aufweisen:

  • 1. Integriertes Curriculum,
  • 2. Studienanteil an einer oder mehreren ausländischen Hochschulen von in der Regel mindestens 25 Prozent,
  • 3. vertraglich geregelte Zusammenarbeit,
  • 4. abgestimmtes Zugangs- und Prüfungswesen und
  • 5. eine gemeinsame Qualitätssicherung.

Voraussetzung für die Anwendung der Sonderregeln nach §§ 10, 16 und 33 MRVO ist zudem, dass die teilnehmenden Hochschulen von den zuständigen Behörden ihrer Staaten als Hochschulen anerkannt sind und die jeweiligen nationalen rechtlichen Rahmenbedingungen die Teilnahme an Joint-Degree-Programmen und die Verleihung eines gemeinsamen Abschlusses erlauben (vgl. dazu die Begründung zu § 10 MRVO).

 

7.4 Muss eine deutsche Hochschule trotz der Anerkennung einer Akkreditierungsentscheidung nach § 33 MRVO durch den Akkreditierungsrat nach dem European Approach noch weitere nationale Akkreditierungsverfahren durchführen?

Zu beachten ist, dass der European Approach kein nationales Recht aus sich selbst heraus ist. Er gilt nur, insoweit er in die nationalen Rechtsordnungen übernommen wird. Deshalb sollte von der Hochschule gesondert geprüft werden, ob bei allen Konsortiumsmitgliedern der European Approach for Quality Assurance of Joint Programmes national anwendbar ist. In den Ländern, in denen das nicht der Fall ist, muss gegebenenfalls noch ein zusätzliches Akkreditierungsverfahren nach nationalen Regeln durchgeführt werden. Siehe zur nationalen Umsetzung des European Approach hier.

 

7.5 Ist die Anwendung des European Approach gemäß §§ 10, 16 und 33 MRVO für Joint-Degree-Programme verpflichtend?

Die in §§ 10,16 und 33 MRVO normierten Regelungen sind optional; die beteiligten Hochschulen können sich auch dazu entscheiden, ein Akkreditierungsverfahren nach den normalen deutschen Kriterien und Verfahrensregeln durchzuführen; z. B. wenn die Akkreditierung auch zum Nachweis der berufsrechtlichen Eignung eines Studiengangs dienen soll.

 

7.6 Wie erfüllt eine Hochschule die Anzeigepflicht nach § 33 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 MRVO?

Es genügt eine an die Geschäftsstelle des Akkreditierungsrates gesandte Erklärung der Hochschule, dass sie geprüft hat, dass die Voraussetzungen des § 10 Abs. 1 MRVO vorliegen, und dass sie sich bewusst ist, dass die Anwendbarkeit des § 33 MRVO unter dem Vorbehalt des Gutachtervotums und der abschließenden Entscheidung des Akkreditierungsrates steht.
Diese Erklärung kann zunächst formlos erfolgen. Sobald das elektronische Antragsbearbeitungssystem eingerichtet ist, ist dieses zu nutzen; es wird eine entsprechende Funktion enthalten.

 

7.7 Welche Regelungen gelten nach neuem Recht für Joint-Degree-Programme an systemakkreditierten Hochschulen?

Systemakkreditierte Hochschulen müssen entscheiden, wie sie die Qualitätssicherung von Joint-Degree-Programmen, die sie gemeinsam mit Partnerhochschulen anbieten, im Rahmen ihres internen QM-Systems handhaben wollen. Welches Vorgehen adäquat ist, hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab.


Zunächst muss die systemakkreditierte Hochschule entscheiden, ob sie den European Approach (die §§ 10 und 16 MRVO) als Bewertungsmaßstab anwenden möchte. Alternativ ist auch eine Bewertung nach den normalen deutschen Kriterien und Verfahrensregeln möglich (siehe dazu Frage 7.5).


Auch wenn die deutsche Hochschule eine Bewertung nach dem European Approach wählt, gibt es mehrere mögliche Konstellationen:

  • Wenn keine Partnerhochschule eine Programmakkreditierung benötigt und in allen Partnerländern der European Approach national umgesetzt worden ist (siehe dazu auch Frage 7.4),  können die Kriterien des European Approach allein über die Mechanismen des internen QM-Systems bzw. der internen QM-Systeme zur Anwendung gebracht werden. Einer Beachtung des Verfahrens nach § 33 MRVO und insbesondere einer Anerkennung durch den Akkreditierungsrat bedarf es in diesem Fall nicht.
  • Wenn keine Partnerhochschule eine Programmakkreditierung benötigt, aber teils der European Approach national (noch) nicht umgesetzt worden ist, also nationale Akkreditierungsvorgaben weiterhin gelten, muss der Studiengang sowohl die Kriterien des European Approach als auch die jeweiligen nationalen Vorgaben erfüllen. Die deutsche Hochschule sorgt auch in diesem Fall für die Umsetzung des European Approach mit Hilfe ihres internen QM-Systems; die jeweiligen Partnerländer sind verantwortlich für die Erfüllung der jeweiligen nationalen Vorgaben.

Ist in einem Partnerland eine Programmakkreditierung weiterhin erforderlich, ist zu unterscheiden:

  • Wenn dies national zulässig ist, können sich die Partnerhochschulen für eine Programmakkreditierung nach dem European Approach entscheiden. Damit erfolgt die Qualitätssicherung für diesen Studiengang weiterhin extern und nicht über die in-ternen QM-Mechanismen der systemakkreditierten Hochschule. In diesem Fall ist das Verfahren nach § 33 MRVO zu beachten, es bedarf also insbesondere einer Anerkennung der Begutachtung durch den Akkreditierungsrat.
  • Wenn nach den Vorgaben eines Partnerlandes eine Programmakkreditierung nicht nach dem European Approach, sondern nach nationalen Akkreditierungsvorgaben erforderlich ist, kann dennoch eine Programmakkreditierung nach dem European Approach erfolgen, die mit einer Begutachtung nach den nationalen Kriterien des Partnerlandes kombiniert wird. Auch in diesem Fall ist das Verfahren nach § 33 MRVO einzuhalten.
  • Wenn nach den Vorgaben eines Partnerlandes eine Programmakkreditierung nicht nach dem European Approach, sondern nach nationalesn Akkreditierungsvorgaben erforderlich ist, kann der Studiengang alternativ zum vorgenannten Fall von der systemakkreditierten Hochschule nach deren internen QM-Verfahren auf die Erfüllung der Kriterien des European Approach geprüft werden. Dabei ist eine (teilweise) Übernahme der Ergebnisse der ausländischen Begutachtung möglich, vorausgesetzt, diese erfolgt in einem definierten Verfahren und nach definierten Kriterien.

7.8 Welche Regelungen gelten nach neuem Recht für die Programmakkreditierung von Studiengängen, die zu Doppelabschlüssen (double degrees) oder Mehrfachabschlüssen (multiple degrees) führen?

Für Studiengänge, die zu Doppel- oder Mehrfachabschlüssen führen, also nicht die Anforderungen an Joint-Degree-Programme erfüllen, gelten im Grundsatz die normalen deutschen Akkreditierungskriterien nach Teil 2 und Teil 3 der MRVO.

Zu beachten sind allerdings die Pflicht zur Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen für studentische Mobilität und die Geltung der Lissabon-Konvention (§ 12 Abs. 1 MRVO), die Anforderungen an Studiengänge mit besonderem Profilanspruch (§ 12 Abs. 6 MRVO) sowie das Kriterium zu hochschulischen Kooperationen (§ 20 MRVO).

Für die Programmakkreditierung solcher Studiengänge gelten im Grundsatz die normalen Verfahrensregeln nach Teil 4 der MRVO. Sie sind allerdings im Lichte der Besonderheiten des Programms auszulegen, zum Beispiel hinsichtlich der internationalen Expertise der Gutachter und der Ausgestaltung der Begehung sowie der Gespräche. Gemeinsam mit ausländischen Agenturen durchgeführte Akkreditierungsverfahren sind, unter Beachtung der Verfahrensregeln in der MRVO, weiterhin möglich. Im Gutachten sind Besonderheiten hinsichtlich der Verfahrensgestaltung darzulegen und zu begründen.

 

7.9 Welche Regelungen gelten nach neuem Recht für systemakkreditierte Hochschulen, die Studiengänge anbieten, die zu Doppelabschlüssen (double degrees) oder Mehrfachabschlüssen (multiple degrees) führen?

Systemakkreditierte Hochschulen haben für die Anwendung der deutschen Akkreditierungskriterien nach Teil 2 und 3 der MRVO über ihr internes Qualitätsmanagementsystem zu sorgen (siehe zu den Bewertungsmaßstäben im Detail Frage 7.8).


Stattdessen können sie auch auf eine Programmakkreditierung zurückzugreifen. § 23 Abs. 1 Nr. 4 schreibt als Regelfall („grundsätzlich“) fest, dass Studiengänge an systemakkreditierten Hochschulen vom internen QM-System zu behandeln sind, aber in begründeten Ausnahmefällen wie z.B. bei Doppel- und Mehrfachabschlüssen ist es zulässig, sich der Programmakkreditierung zu bedienen.


Wenn an einer Partnerhochschule die Anwendung des European Approach, anders als in Deutschland, auch für Studiengang mit Doppel- oder Mehrfachabschlüssen zulässig ist und dort eine Programmakkreditierung oder interne Akkreditierung nach dessen Kriterien erfolgt ist, kann die deutsche Hochschule (nach vorab definierter Kriterien und Verfahrensregeln) die dortigen Bewertungsergebnisse teilweise übernehmen; die Erfüllung der nationalen deutschen Vorgaben muss in diesem Fall zusätzlich geprüft werden.

 

7.10 Welche Regelungen gelten nach bisherigem Recht für Joint Programmes bzw. Studiengänge die zu gemeinsamen Abschlüssen (joint degrees) oder zu Doppel- oder Mehrfachabschlüssen (double/multiple degrees) führen?

Für Altverfahren gelten die bisherigen Regeln für Joint Programmes; siehe Ziff. 1.5 der „Regeln für die Akkreditierung von Studiengängen und für die Systemakkreditierung“ (Beschluss des Akkreditierungsrates in der Fassung vom 20.02.2013).


Zudem kann für Joint Programmes, die zu gemeinsamen Abschlüssen (joint degrees) führen, nach einem Beschluss des Akkreditierungsrates vom 30.09.2015  bereits die Anwendung des European Approach gewählt werden.

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